Atomreaktoren - Triga Forschungsreaktor Mainz
Einblick in den Forschungsreaktor der Universität Mainz – Sicherheit und Wissenschaft vereint
Häufige Fragen
Was ist der TRIGA?
Der TRIGA ist ein Forschungsreaktor an der Universität Mainz.
Wofür wird er genutzt?
Er dient der Forschung, Ausbildung und Materialprüfung mit Neutronen.
Wie sicher ist der Reaktor?
Der TRIGA ist besonders sicher konstruiert und wird streng überwacht.
Wer darf den Reaktor bedienen?
Nur speziell geschulte Fachkräfte und Wissenschaftler.
Kann man den Reaktor besichtigen?
Ja, Führungen sind nach Anmeldung möglich.
Wie wird der Reaktor gewartet?
Regelmäßige Inspektionen und Wartungen sichern den Betrieb.
Standort
Der TRIGA Forschungsreaktor befindet sich auf dem Campus der Universität Mainz, eingebettet in eine ruhige Forschungsumgebung.
Adresse
Staudingerweg 18, 55128 Mainz
Öffnungszeiten
Mo–Fr 8–17
Kontakt
Telefon: +49 6131 39-12345
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Universität Mainz, 55128 Mainz
Einblick
Bilder aus dem Inneren des TRIGA Forschungsreaktors Mainz


Der TRIGA-Forschungsreaktor des Institutes für Kernchemie der Universität Mainz, gebaut unter der Leitung von Fritz Straßmann und 1967 in Anwesenheit von Otto Hahn eingeweiht, zählt bis heute zu den fortschrittlichsten Forschungsinstrumenten für eigensichere Reaktortypen. Mit einer Dauerleistung von 100 kW ist dieser kompakte Reaktor nicht nur für die Grundlagenforschung geeignet, sondern beeindruckt auch durch seine Flexibilität im Betrieb.
Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit, im Pulsbetrieb Spitzenleistungen von bis zu 250 MW zu erreichen. Dies geschieht durch das Herausschießen der Bremsstäbe, was eine gezielte und kontrollierte Steigerung der Reaktorausgangsleistung ermöglicht.
Der TRIGA-Reaktor, der für seine Sicherheit und Stabilität bekannt ist, wird in mehreren Forschungsbereichen eingesetzt, darunter Neutronenaktivierungsanalytik, medizinische Anwendungen und Materialwissenschaften. Seine herausragende Reaktorcharakteristik – die Fähigkeit, relativ schnell von einem niedrigen Leistungsniveau auf hohe Spitzenleistungen zu schalten, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen – macht ihn zu einem unschätzbaren Werkzeug in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung an diesem Reaktortyp haben nicht nur zu einem tieferen Verständnis der Kernphysik geführt, sondern auch zur Ausbildung zahlreicher Wissenschaftler und Ingenieure, die in diesem hochspezialisierten Bereich tätig sind.
Der Einsatz des TRIGA-Reaktors fördert nicht nur die wissenschaftliche Entdeckung, sondern auch die praktische Anwendung von Technologien, die auf fortschrittlichen Neutronenquellen basieren. In den vergangenen Jahrzehnten hat der TRIGA-Reaktor in Mainz unauslöschliche Spuren hinterlassen, sowohl in der akademischen Forschung als auch in der industriellen Anwendung. Er steht exemplarisch für die Ingenieurskunst der damaligen Zeit und ist gleichzeitig ein Symbol für die fortdauernde Innovationskraft in der Nuklearforschung. Die Synergie aus Tradition und technologischer Weiterentwicklung macht den TRIGA-Reaktor Mainz zu einem unverzichtbaren Bestandteil der modernen Forschung und hat seine Bedeutung über die Grenzen Deutschlands hinaus etabliert.


Der Triga Forschungsreaktor und der Tschernobyl Supergau
Tschernobyl und die dual use Reaktoren des Typs RBMK
RBMK - hochriskante duale use Reaktoren zur Energieerzeugung und zur Produktion von waffenfähigem Plutonium.
Vertrauen
Erfahrung










Natururan enthält nur 0,7% waffenfähiges U235. Über eine Plutoniumwirtschaft könnten die 99% U238 für die Herstellung von Plutonium Pu 239 genutzt werden ! Reaktoren zur Herstellung von Pu 239 sind Graphit moderiert.
ADE-Reaktoren (Atomare mehrzweck energieindustrielle Uran Graphit Reaktoren, kurz russisch АДЭ) ist ein in der Sowjetunion entwickelter Siedewasserreaktor in Druckröhrenbauart. Die Reaktoren wurden zur Erzeugung von Elektrizität, Prozesswärme, sowie zur Produktion von Plutonium entwickelt.
Plutonium ist extrem giftig. Pu 240 (HWZ 6500a) kann durch spontane Spaltung Kettenreaktionen auslösen (Fizzle Effekt).


Fukushima Unfall








Saporoshje - Kriegszone


Die Kriegsverbrechen am und im Kernkraftwerk Saporischschja sind ein Thema von großer Bedeutung und Dramatik. Das Kernkraftwerk, das sich im Südosten der Ukraine befindet, ist eines der größten Kernkraftwerke in Europa und spielt eine entscheidende Rolle in der Energieversorgung des Landes. Doch mit dem Ausbruch des Konflikts in der Region wurde die Sicherheit und Integrität der Anlage zu einem besorgniserregenden Thema. Im Jahr 2022, als der Krieg in der Ukraine zunehmend eskalierte, geriet Saporischschja in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit. Berichte über militärische Auseinandersetzungen in der unmittelbaren Nähe der Anlage schürten Ängste vor möglichen nuklearen Katastrophen. Experten warnten vor den verheerenden Folgen, die ein Angriff auf das Kernkraftwerk haben könnte.
Die ukrainische Regierung und internationale Organisationen wie die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) forderten wiederholt ein Ende der militärischen Aktivitäten in der Nähe der Anlage. Die IAEO bot ihre Unterstützung an, um sicherzustellen, dass der Betrieb des Kernkraftwerks sicher fortgesetzt werden kann, doch der Zugang zur Anlage war oft stark eingeschränkt. Bei militärischen Auseinandersetzungen kam es immer wieder zu Angriffen, die die Sicherheit des Kernkraftwerks gefährdeten. Im Laufe des Konflikts gab es Berichte über Artilleriebeschuss und militärische Präsenz rund um das Kernkraftwerk. Solche Aktivitäten führten zu ernsthaften Sicherheitsbedenken und zwangen die Betreiber des Werks, Notfallmaßnahmen zu ergreifen. Währenddessen gab es auch immer wieder Forderungen nach einer demilitarisierten Zone, um die Gefahren für das Kernkraftwerk zu reduzieren und die Sicherheit der Bevölkerung in der Umgebung zu gewährleisten. Die Reaktionen auf die Situation in Saporischschja waren vielfältig. Regierungen, NGOs und Bürgerinitiativen forderten internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung. Die Furcht vor einem nuklearen Notfall mobilisierte nicht nur lokale Gemeinschaften, sondern auch globale Bewegungen, die sich für Frieden und Sicherheit einsetzten. Trotz all dieser Herausforderungen arbeitet das Personal des Kernkraftwerks nach wie vor unter extremen Bedingungen. Ihr Engagement und ihre Professionalität sind entscheidend, um die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten. Gleichzeitig ist die Zukunft von Saporischschja ungewiss.
Die militärischen Auseinandersetzungen in der Region und die geopolitischen Spannungen zwischen den beteiligten Nationen lassen den Konflikt weiter schwelen und machen eine Lösung nicht einfach. In einem weiteren Entwicklungsszenario könnte die Sicherstellung der Integrität des Kernkraftwerks in Zukunft von entscheidender Bedeutung sein, insbesondere im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen über einen möglichen Friedensprozess in der Region. Die internationale Gemeinschaft verlangt, dass solche strategisch wichtigen Anlagen nicht zum Ziel militärischer Aggression werden. Die Situation am Kernkraftwerk Saporischschja ist nicht nur eine Frage der nationalen Sicherheit der Ukraine, sondern betrifft die globale Gemeinschaft, da ein nuklearer Vorfall schwerwiegende Auswirkungen auf die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die geopolitische Stabilität haben könnte.
Die Europäische Union ermpfielt die in Saporoshje installierten Reaktoren der Bauart WWER 440-230 als riskant einzustufen und stillzulegen, da diese Kraftwerke nicht auf das erfoforderliche Sicherheitsniveau gebracht werden können!


Uranbergbau der DDR - die Wismut AG.
Die Wismut AG spielte eine entscheidende Rolle in der Geschichte der sowjetischen Atomwaffenproduktion, insbesondere während des Kalten Krieges. Gegründet 1946, war das Unternehmen verantwortlich für den Abbau von Uranerz in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR), und stellte damit ein wichtiges Element für die sowjetische Atomwaffenentwicklung zur Verfügung. Der Zeitraum, in dem die Wismut AG Uranerz förderte, erstreckte sich von 1946 bis 1990. In dieser Zeit wurden die Lagerstätten in Sachsen und Thüringen stark ausgebeutet. Schätzungen zufolge hat die Wismut AG zwischen 1946 und 1990 etwa 230.000 Tonnen Uran gefördert, andere Schätzungen sprechen von über 400.000 To. Der Großteil dieses geförderten Urans wurde direkt an die Sowjetunion geliefert. Die genaue Menge des nach Russland gelieferten Urans ist schwer zu beziffern, da viele Daten aus dieser Zeit nicht mehr vollständig zugänglich sind oder aus Geheimhaltungsgründen nicht veröffentlicht wurden. Schätzungen zufolge wurden bis zu 70% des geförderten Urans, das heißt rund 160.000 bis 180.000 Tonnen, in die Sowjetunion exportiert. Diese Lieferungen waren entscheidend für die russische Atomwaffenproduktion und trugen dazu bei, dass die Sowjetunion schnell ihre Atomwaffenarsenale ausbauen konnte. Was die Anzahl der Atombomben betrifft, die mit diesem Uran hätten gebaut werden können, wird geschätzt, dass mit 1 Tonne hoch angereichertem Uran zusätzlich ungefähr 40 bis 50 Kilogramm Plutonium produziert werden können. Dieses Plutonium könnte dann auch für die Herstellung von Atomwaffen verwendet werden. Insgesamt konnten mit dem von Wismut gelieferten Uran ungefähr 30 bis 50 Atombomben gebaut werden, abhängig von der jeweiligen Technologie und anderen Faktoren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wismut AG eine Schlüsselrolle in der Atomwaffenproduktion der Sowjetunion spielte, indem sie große Mengen an Uran bereitstellte, die sowohl für militärische als auch für zivile Anwendungen genutzt wurden.
Die Auswirkungen dieser Förderung sind bis heute spürbar, sowohl in den geopolitischen Spannungen, die sie verursachte, als auch in den ökologischen und sozialen Herausforderungen, die sich aus Jahrzehnten intensiven Uranabbaus in der Region ergeben haben (geschätzte Kosten ca. 20Mrd €, der zurückgelassene strahlen Abraum wird auf mehrere Mrd. To geschätzt).
Die Wismut AG, ein Unternehmen, das in der ehemaligen DDR gegründet wurde, spielte eine zentrale Rolle im Bergbau und in der Aufbereitung von Uranerz. Es ist bekannt, dass Wismut, das in den 1940er Jahren gegründet wurde, in den folgenden Jahrzehnten eine Vielzahl von Uranvorkommen abbauten, die vor allem für die sowjetische Atomindustrie von Bedeutung waren. Die ersten Uranlieferungen der Wismut AG nach Russland (damals Sowjetunion) begannen in der Nachkriegszeit, als der Bedarf an Uran für den Aufbau eines Atomwaffenarsenals und für die Entwicklung der zivilen Kernkraftwerke anstieg. Wismut lieferte große Mengen an Uranerz in die Sowjetunion, was entscheidend für die atomare Rüstungsinitiative war. Die Urangewinnung durch die Wismut war nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch ein geopolitischer Faktor. Der Rohstoff wurde unter extremsten Arbeitsbedingungen abgebaut, und viele Bergarbeiter riskieren ihre Gesundheit, um diese strategisch wichtigen Rohstoffe zu fördern. Die Lieferungen umfassten sowohl formelles Uranerz als auch Raffinierungsprodukte, die in verschiedenen nuklearen Programmen verwendet wurden. Der Austausch von Uran zwischen Wismut und der Sowjetunion war Teil einer breiteren strategischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen während des Kalten Krieges. Darüber hinaus war die Wismut AG in der Lage, eine Vielzahl von Abbauverfahren und Technologien zu entwickeln, um den Uranabbau effizienter zu gestalten. Die Auswirkungen dieser industriellen Aktivitäten hatten lange Zeit negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen in der Umgebung der Bergwerke. Insgesamt war die Wismut AG eine Schlüsselkomponente in der Uranversorgung für Russland und trug wesentlich zur Entwicklung der atomaren Potenz der Sowjetunion bei.
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